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Vergessen in Thailand - abgeschoben oder gut aufgehoben? | Weltspiegel

Vergessen in Thailand - abgeschoben oder gut aufgehoben? | Weltspiegel

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Dari album Weltspiegel

Deskripsi

9.000 Kilometer fern der Heimat: Im thailändischen Chiang Mai leben Gerda aus Berlin, Nick aus der Schweiz und acht weitere Seniorinnen und Senioren. Sie alle sind dement. Sie wohnen in einem besonderen Wohn- und Pflegeprojekt. Der Schweizer Martin Woodtli ist Gründer des Projekts „Baan Kamlangchay“, auf Deutsch etwa „Haus der herzlichen Betreuung“. Woodtli nennt die Bewohnerinnen und Bewohner „Gäste“, denn er sagt „Das Wort ‘Patient‘ klingt zu pathologisch“. Jeweils drei Betreuungspersonen kümmern sich rund um die Uhr im Schichtbetrieb um jede Gästin und jeden Gast. Immer zwei Demenzkranke teilen sich ein Haus im Dorf Faham, das ein paar Kilometer von Innenstadt entfernt liegt. Sie wohnen verteilt im Dorf inmitten einer thailändischen Nachbarschaft. Die Idee zum Projekt hatte Martin Woodtli, als er seine an Demenz erkrankte Mutter vor mehr als 20 Jahren aus der Schweiz nach Chiang Mai brachte, um dort ihre Pflege zu organisieren. Denn in Thailand ist dies um Tausende Euro günstiger als in der Schweiz. Als andere in der Schweiz und Deutschland darauf aufmerksam wurden, war das Interesse groß. Zeitweise waren in „Baan Kamlangchay“ 14 Gäste untergebracht. Die thailändische Betreuerin Phueng spricht kaum Deutsch oder Englisch. Trotzdem scheint sie sich mit Gästin Gerda bestens zu verstehen. Reporter Daniel Satra fragt sich, ob die dementen Seniorinnen und Senioren in einem solchen Wohnprojekt gut aufgehoben sind. Was bewegt die Familien in Deutschland und der Schweiz, ihre erkrankten Angehörigen nach Thailand zu bringen? Weil es Fragen aus der Community gab, hier noch zusätzliche Infos: Zur medizinischen Versorgung: Einen eigenen Arzt hat das Projekt nicht, aber es kooperiert mit Ärzten in Chiang Mai. Wenn ein Gast krank wird oder zur Kontrolle muss, begleitet ihn eine seiner Betreuungspersonen. Auch bei Klinikaufenthalten bleiben sie an der Seite der Gäste. Martin Woodtli schreibt gerade ein Buch über das Wohn- und Pflegeprojekt, um seine Erfahrungen in der Betreuung von Demenzkranken in Thailand mit anderen zu

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